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Rebsorte Sémillon

Der edle Franzose

Exemplarische Darstellung weiße Rebsorte

Beschreibung & Anbau

Die französische weiße Rebsorte Sémillon gehört zu den "Cépages nobles", den edelsten Sorten der Welt. Im 19. Jahrhundert wurde die Sorte in großem Stil in Südafrika angebaut – 90% der Weinberge dort waren mit Sémillon bestockt. Auch in Australien findet man relativ große Mengen dieser Rebsorte. Die Anbaufläche wird von ihm noch im französischen Südwesten dominiert, beispielsweise in Monbazillac und im Bergerac. Im Jahre 2010 wurden 11.566 Hektar dieser Sorte angebaut. Insgesamt ist der Anbau aber eher rückläufig, da der Umgang sehr schwierig ist. Die Sémillon-Trauben besitzen eine extrem dünne Schale und das Risiko des Ernteverlustes aufgrund der Anfälligkeit für Edelfäule ist vielen Winzern zu groß. Auch wenn die weltweite Anbaufläche mit ca. 22.047 Hektar (Stand 2015) relativ gering ist, gehört die weiße Rebsorte zu den besonders edlen Sorten. Aus den Trauben lassen sich trockene, aber auch edelsüße Weißweine herstellen. Oftmals wird Sémillon in Australien mit Chardonnay verschnitten und erhält dann die Prägung "SemChard". Ein Verschnitt mit dem aromatischeren Sauvignon Blanc oder Muscadelle lässt sich ebenso häufig finden.

Geschmack & Genuss

Wird der Sémillon trocken ausgebaut, neigt er zu fetter Struktur. Er ist langlebig, besitzt jedoch kein sehr ausgeprägtes Aroma. Deshalb füllt der Sauvignon Blanc oftmals diese Lücke. Der Wein duftet nach Honig und Linden. Es gibt auch süße Dessertweine aus Sémillon – diese schmecken aromatischer nach Aprikose, Pfirsich, Honig und kandierten Früchten. Sie harmonieren mit Nachspeisen jeglicher Art. Trockener Sémillon-Weißwein passt gut zu Fisch, Gemüse, Geflügel und Käse.


Weine mit Sémillon

Edle Tropfen mit der Rebsorte


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