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Dornfelder Rotwein

Während Spätburgunder eine alte, klassische Rebsorte ist, handelt es sich bei Dornfelder um eine Neuzüchtung, die vor über 60 Jahren im Württembergischen Weinsberg erfunden wurde. Die Kreuzung aus Helfensteiner und der Heroldrebe entwickelte sich aber so gut, dass Dornfelder inzwischen die zweitwichtigste deutsche Rotweinsorte ist. Rund sieben Prozent der gesamten deutschen Rebfläche sind mit Dornfelder belegt. Vor allem in Rheinhessen und der Pfalz wird er angebaut, ist aber auch in mehreren weiteren Regionen vertreten. Die Beeren des Dornfelders sind fast schwarz, die Trauben groß und dickschalig.

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Dornfelder – ein Steckbrief

Größte Dornfelder-Anbaugebiete Rheinhessen, Pfalz
Wichtigste Regionen Rheinhessen, Pfalz, Nahe
Geschmacksrichtung mehrheitlich trocken, aber auch halbtrocken
Alkoholgehalt kräftig, meist zwischen 12,5 und 14 %

 

Wo wächst Dornfelder besonders gut?

Dornfelder ist eine robuste Rebsorte, die nicht allzu hohe Ansprüche an den Boden stellt, sich in frostgefährdeten Lagen aber nicht wohl fühlt. Auch sandige oder steinige Böden liebt der Dornfelder nicht. Die früh reifende Sorte, die sehr widerstandsfähig gegen Botrytis ist, neigt zu hohen Erträgen, was ihr in früheren Zeiten zum Image des Massenweines verholfen hat. Heute aber reduzieren die Winzer den Ertrag und setzen mehr auf Qualität. Inzwischen gibt es schon Dornfelder-Weine aus dem Barrique, die mit den einfachen Erzeugnissen der Anfangsjahre nichts mehr zu tun haben. Dornfelder-Weine sind gekennzeichnet durch eine tiefdunkle Farbe und eine ausgeprägte Fruchtigkeit.

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Wie entstand Dornfelder?

Die Rotweinrebe, die erfolgreichste Neuzüchtung unter den Rotweinsorten in Deutschland, entstand im Jahr 1955 als Kreuzung in der Lehr- und Versuchsanstalt Weinsberg. Der Name geht auf Immanuel A.L. Dornfeld zurück, auf dessen Initiative die Weinbauschule in Württemberg gegründet wurde. Dornfelder wurde dort von August Herold erfunden. Er vermählte Helfensteiner, eine Kreuzung aus Frühburgunder und Trollinger, mit der nach ihm benannten Heroldrebe, die Portugieser und Lemberger verbindet. Anfangs wurde Dornfelder vorwiegend als Deckrotwein für farbschwache Rotweine genutzt. Da Dornfelder hohe Erträge bringen kann, stieg in den Zeiten, in denen Qualität im deutschen Weinbau noch nicht groß geschrieben wurde, die Beliebtheit dieser Sorte.

Dornfelder – klassisch und modern

Ähnlich wie beim Spätburgunder haben sich auch beim Dornfelder zwei unterschiedliche Ausbaustile durchgesetzt. Die traditionellen, einfacheren Varianten sind süffige, kräftige Rotweine, die den Massengeschmack bedienen und damit für den Aufschwung dieser Rebsorte entscheidend verantwortlich waren. In dieser Stilistik finden sich auch Weine, die eine spürbare Restsüße aufweisen und halbtrocken oder gar lieblich produziert sind. Längst aber gibt es schon Winzer, die erkannt haben, dass Dornfelder – sorgfältig ausgebaut – durchaus Weine mit Anspruch liefern kann. Mit Holzeinsatz erhalten die Weine mehr Struktur und Gerbstoffe; die manchmal überbordende Fruchtigkeit wird reduziert.

Dornfelder als Partner für Kreuzungen

Dornfelder, selbst ein Produkt von diversen Kreuzungen, wir heute bereits als Teil von neu entstandenen Rebsorten genutzt. So wurde Dornfelder mit Blaufränkisch zu Cabernet Dorsa und Cabernet Dorio gekreuzt, mit Lemberger zu Acalon und mit Solaris zu Monarch. Hierbei handelt es sich teilweise um pilzwiderstandsfähige Rebsorten (Piwis), mit denen derzeit Versuche gemacht werden. Wegen ihrer Resistenz gegen Pilzkrankheiten und der nicht mehr notwendigen Spritzung sind Piwis im Weinbau aus Umweltschutzgründen aktuell ein wichtiges Thema.

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FAQ: Häufig gestellte Fragen zu Dornfelder

Wie schmeckt Dornfelder?

Die Rebsorte Dornfelder steht für kräftige, fruchtbetonte Rotweine mit typischen Anklängen von Sauerkirschen, Brombeeren und Holunder. Die Weine sind in der Regel tiefdunkel und gehaltvoll mit samtigen Tanninen und moderater Säure. Gerade die zurückgenommene Säure wird von vielen Konsumenten geschätzt, die empfindlich gegen Säure im Wein sind. Die durchaus häufig anzutreffende Restsüße verleiht den Rotweinen aus Dornfelder eine gewisse Süffigkeit.

Ist Dornfelder immer trocken?

Nein, das kann man nicht sagen. Zwar dürfte die Mehrzahl der Dornfelder-Weine trocken sein, doch kommen auch viele halbtrockene und sogar restsüße Rotweine auf den Markt. Dornfelder dürfte inzwischen die wichtigste Rebsorte für Weinfreunde sein, die Weine mit einer gewissen Restsüße bevorzugen.

Gibt es Dornfelder auch in anderen Ländern?

Kaum. Dornfelder ist eine deutsche Spezialität und hat in anderen Weinbauländern keine Bedeutung. Lediglich in der Schweiz sind ein paar Hektar mit dieser Rebsorte bestockt.

Wird Dornfelder nur als Rotwein ausgebaut?

In der Tat wird die Rebsorte ganz überwiegend als Rotwein erzeugt, weil sie eben reinsortig oder als Verschnittpartner beispielsweise für Sekt zu kräftig und dominant ist. Allerdings gibt es auf dem Markt durchaus einige Rosés aus Dornfelder. Sie sprechen Weinfreunde an, die konzentrierte und fruchtige Roséweine bevorzugen. Zarte, elegante Rosés aus Dornfelder dürften die absolute Ausnahme bleiben.

Sollte man Dornfelder jung trinken?

Junge Dornfelder sind geprägt von der intensiven Fruchtigkeit dieser Rebsorte. Wer dies mag, sollte natürlich zu jungen Dornfeldern greifen. Allerdings profitieren gerade die im modernen Stil ausgebauten Weine von einer gewissen Lagerzeit. Dornfelder-Weine sind recht lagerfähig. Sind sie drei bis vier Jahre alt, reduziert sich die Frucht ein wenig und es treten zusätzlich Aromen von Tabak oder Mandeln auf. Das führt zu mehr Komplexität und zusätzlichen Trinkspaß. Auf der anderen Seite wird in manchen Regionen, vor allem in der Pfalz, Dornfelder gern als ganz junger Wein konsumiert. Aus ihm wird dann Federroter erzeugt, der sozusagen das Pendant zum beliebten Federweißen ist.

Wozu passen Rotweine aus Dornfelder?

Dornfelder-Weine passen dank ihrer Kraft und Fruchtigkeit gut zu Wildgerichten, zu Lamm, Braten oder auch Käseplatten. Auch zu Antipasti und Gegrilltem passen die Weine aus Dornfelder gut. Das gilt ganz besonders für den moderneren Stil, bei dem die Weine teilweise im Holz ausgebaut werden. Die Varianten mit Restsüße eignen sich besonders für den Genuss in der kalten Jahreszeit und sind auch als süffige Rotweine ohne Essensbegleitung sehr beliebt. Und noch ein Tipp: Haben Sie schon einmal einen halbtrockenen Dornfelder zu Zartbitter-Schokolade getrunken? Sie werden überrascht sein, wie gut das passt!

Finden Sie den besten Dornfelder für Ihren Geschmack

Mögen Sie den Dornfelder kräftig und fruchtbetont, aber trocken? Oder vielleicht ehr mit ausgeprägter Fruchtsüße, süffig und charmant? Welche Dornfelder bieten mir welche Geschmacksrichtung? Das ist online ohne größere Fachkenntnis nur schwer zu beurteilen. Daher:

Rufen Sie einfach einen unserer Weinfachberater an unter +49 2244 9218 38 oder schreiben Sie eine Mail an info@weinlaube.de. Wir werden dann individuell auf Ihre Fragen eingehen.